„Es ist nichts, was den geschulten Verstand mehr kultiviert und bildet, als Geographie.“ Immanuel Kant

Systemkompetenz differenziert

System erschließen

Der Kompetenzbereich Systeme erschließen umfasst die Fähigkeit der Schülerinnen und Schüler, mit anwendungsorientiertem, raumbezogenem Fachwissen natürliche und soziale Phänomene auf unterschiedlichen Maßstabsebenen als geografische Systeme erfassen sowie Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Umwelt analysieren zu können. Die Schülerinnen und Schüler können Kenntnisse auf neue Sachverhalte anwenden sowie Problemlösungsstrategien entwickeln und umsetzen. Die Systemkompetenz wird durch die Auseinandersetzung mit geografischen Strukturen, Funktionen und Prozessen entwickelt.

Rahmenlehrplan Berlin-Brandenburg

Heterogenität - ein neues pädagogisches Phänomen?

Johann Friedrich Herbart (1843): ... Die Verschiedenheit der Köpfe ist das große Hindernis aller Schulbildung. Darauf nicht zu achten ist der Grundfehler aller Schulgesetze, die den Despotismus der Schulmänner begünstigt, und alles nach einer Schnur zu hobeln veranlassen. Der Schein des Vielleistens, wo nicht viel geleistet werden kann, muss fort. Die Bürgerschulen beklagen sich, wenn man ihnen die zuweist, die für Gymnasien nicht taugen. Sie begreifen nicht, dass man ihnen die Vielseitigkeit zuweist ...

gefunden in J. F. Herbart´s kleinere philosophische Schriften und Abhandlungen, nebst dessen wissenschaftlichen Nachlass. Dritter Band, F. A. Brockhaus Leipzig, 1843

Binnendifferenzierung und Individualisierung im Geographieunterricht

Individualisierung ist heute der identitätsprägende Prozess in der Jugend. Lebensstile und identitätsprägende Prozesse sind nicht mehr von Klassen und Schichten abhängig, auch nicht mehr von Mode- und Musikrichtungen. Nicht mehr langen Haare oder korrekten Scheitel, nicht mehr Rocker, Punk oder Popper sind maßgeblich für gruppenbildende Prozesse, nicht die Beatles oder die Stones, nein, die Musikkultur ist so vielfältig, dass sie kaum mehr identitätsstiftend ist, zu allem Übel sind die meisten Kids auch noch crossover, sie hören alles oder doch vieles. Der identitätsstiftende Prozess ist geprägt durch Pluralismus und Liberalität und führt zur Individualisierung. Meine Eltern hatten noch vier Geschwister. Die beiden brauchten keine Schulung in Teamkompetenz. Die meisten Kinder sind heute Einzelkinder, die TFR liegt in Deutschland seit den 1990er Jahren relativ konstant bei 1,42, d.h. im Durchschnitt bekommen hundert Frauen heute 142 Kinder – alle zusammen wohlgemerkt. Und in diese Kinder wird investiert, sie sind nicht länger Last oder Arbeitskräfte auf dem Hof. Bildung spielt eine entscheidende Rolle, die Kinder lernen ein selbstreflektierendes und selbstoptimierendes Sein. Leistung wird sinn- und identitätsstiftend in einem Teil der Gesellschaft. Da bekommt Teamkompetenz und soziale Kompetenz einen anderen Stellenwert. Und wenn es keine Großfamilien mehr gibt, die meisten Menschen nicht mehr in ruralen Gemeinschaften mit deren Opportunitätsdruck leben sondern in Kleinfamilien in Städten; wenn den traditionellen Bindungen ein zunehmender Selbstbezug und Selbstverwirklichung entgegengesetzt wird, wo kann soziale Kompetenz erworben werden, wenn nicht in der Schule? An dem Ort also, an dem die Kinder mit anderen Kindern konfrontiert werden, und zwar gleich mit mehr als 25 davon.

Unterricht und Schule sind durch die Gesellschaft geprägt, sie können sich gesellschaftlichen Prozessen nicht entziehen. Wenn also Individualisierung der maßgebliche gesellschaftliche Prozess ist und Schule und Unterricht in dieser Gesellschaft situiert sind, dann müssen Unterricht und Schule dem Rechnung tragen – durch eine stärkere Individualisierung der Lernangebote, aber auch mit der Entwicklung sozialer Kompetenzen, die früher im familiären Kontext erworben werden konnten.

J. Hennig 2014

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